| REVIEWS |
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AMBOSS
| Auch
auf dem neuen Album (man war recht fleißig in den letzten Jahren,
was Veröffentlichungen von CDs und 7" angeht) mischen Bitterness
deutschstämmigen Old School Thrash Metal mit melodischen Death
Anteilen aus Skandinavien. Das ergibt 40 recht kurzweilig Minuten.
Gleich der Opener "Blackend Domains" ist ein sehr starkes
Stück geworden, das die Qualitäten der Band aufzeigt. Man
kann den Jungs erstmal nicht direkt was negative nachsagen, alles
klingt soweit so gut. Nur hört man sich auch wie ganz viele andere
Bands, auch wenn Bitterness sicher bessere Songs in der Tasche haben
als die meisten anderen. Für einen größeren Deal sind
die Songs, fürchte ich, aber noch nicht gut genug. Da fehlt mal
wieder das gewisse Etwas. Dennoch macht man als Underground Anhänger
mit dem Kauf von "Autum's Fall" nicht viel verkehrt. Und
live, wette ich, kann man sich Bitterness immer reinziehn. (eller)
BRIGHT
EYES
| Mit
dem Opener „Blackened Domains“ steigen die Deutschen energisch
und kraftvoll in ihren melodischen Ikea Death Metal ein. Frank Urschler
schreit sich schon in den ersten Minuten die Stimmbänder blutig.
Beim nachfolgenden „Self-Fulfilling Prophecies“ kippen
die Vocals fast ins Gegröle ab (versucht sich Mille an Göteborg-Gesang?)
und im Lauf der Zeit wünscht man sich die ein oder andere Abwechslung
vom wütenden Gekeife. Musikalisch ist alles im Lot und der aggressive
Melo Death wird im weiteren Verlauf der Scheibe mit 80er Thrash-Riffs
aufgebretzelt. Tempotechnisch schalten BITTERNESS routiniert und flüssig
rauf und runter und variieren die Songs nach Belieben, ohne dass es
aufgesetzt klingt. Das Energielevel ist – auch dank des sauberen
Sounds – durchgehend hoch, ruhige Breaks wie in „The Truth
You Dread“ unterstreichen die Aggro-Teile eher, statt den Song
zu unterbrechen. Dann und wann nehmen sich die Musiker eine kompositorische
Auszeit („Autumn’s Fall“, und die letzten Nummern
inkl. einer Neueinspielung des Demo-Songs „Bitterness“
klingen doch recht gleichförmig), mit dem abwechslungsreichen
„Grub For The Gulls“ haben die BITTERNESS’ler aus
Waldshut-Tiengen auch ein echtes Highlight am Start, das zwar deutlichere
Kreator-Anleihen aufweist, aber einfach zu gefallen weiß. Um
mit der nationalen Spitze mitzuhalten, reicht es (noch) nicht, aber
ein solider Grundstein ist schon mal gelegt. (Oliver Vollmer / 9 von
13 Punkten) DRONEVIL
| Bitterness
ist eine melodic Death / Thrash Metal Band, die zwar mit der neumodischen
Variante des Genres nicht sonderlich viel zu tun hat, dafür aber
mehr auf die alte Schule schwört. Mit Autumns`s Fall liegt nun
also eine ehr traditionellere Scheibe vor. Ob old school oder modern,
man kann es nie allen recht machen, aber Bitterness stecken irgendwo
zwischen den genannten Möglichkeiten. Für wirkliche Neuigkeiten
fehlt ein wenig die Spritzigkeit und für ein old school Brett
mangelt es an Rauheit. Es kommen zwar immer wieder gute Momente in
der Gitarrenarbeit und Rhythmik zum Vorschein aber zu oft klingt man
einfach zu uninspiriert. Auch der Gesang kommt teilweise recht lückenhaft
daher und geht somit durch mehrere Tiefen. Autumn`s Fall bietet leider
ein paar Schwächen zu viel um von einem soliden Album sprechen
zu können. Für Genrefanatiker dürfte es allerdings
langen. (Rühl2.0 / 5 von 10 Punkten)
METAL AGE
| Nachdem schon in der letzten
Ausgabe die „Marching to Infinity“-“7 nebst einem
Interview mit Bandchef Frank Urschler vorgestellt wurden, ist nun
das „Full lenght“ Debut dieser süd-deutschen Truppe
draußen und das Ding ist ein echter Killer! Es ist fast unglaublich,
mit welcher Wucht und Präzision die vier Herren hier eine Granate
nach der nächsten abfeuern! Musikalisch bewegen sich BITTERNESS
im melodischem Death Metal, doch die reinen Thrash Anteile (z.B. bei
den Riffs) sind immer präsent und machen den Sound dieser Band
zu einem absolutem Hörvergnügen! Nicht nur, daß alleine
die Gitarrenarbeit auf „Autumn‘s Fall“ so ziemlich
das geilste ist, was ich in letzter Zeit aus deutschen Landen gehört
habe- auch die Songs an sich sind so packend und Heavy arrangiert,
daß man sich an dieser Scheibe kaum satthören kann! Und
die Tatsache, daß die Musik von BITTERNESS trotz enorm viel
Abwechslung in den eigentlichen Stücken stets nachvollziehbar
bleibt METAL
DUNGEON
| Bitterness aus Konstanz
sind laut Bandinfo eine Band, die sich dem melodischen Death-Metal
aus Göteborg gepaart mit Einflüssen aus der deutschen Thrash-Szene
der End-Achtziger verschrieben hat. Das kann man getrost so stehen
lassen, auch wenn die Anlehnungen an Kreator, Destruction etc. lediglich
recht marginal rauszuhören sind. Vielmehr fühlt man sich
an (sehr) alte In Flames oder auch Dark Tranquility erinnert, ohne,
das sei vorweggenommen, an diese qualitativ heranreichen zu können.
Welche Band aus meiner Sicht allerdings am deutlichsten mit Bitterness
vergleichbar sind, sind die längst in den ewigen Jagdgründen
verschollenen Gates Of Ishtar, an die sich bestimmt noch der eine
oder andere erinnern kann. Das liegt zum einen an den eingängigen,
melodiösen Riffs und den dazu treibenden Beats, zum anderen aber
auch an dem recht rauen Sound, der zwar durchaus transparent ausgefallen
ist, aber dem Anspruch des verwöhnten Hörers nicht wirklich
100%ig genügt, wenn man die Soundqualität aktueller Melo-Death-Veröffentlichungen
als Vergleich heranzieht. Das soll die Musik allerdings keinesfalls
schmälern, denn diese ist streckenweise echt gut ausgefallen.
Man nehme da zum Beispiel die Speed-Granate „The Truth You Dread“
oder den Höhepunkt der Scheibe, das absolut coole „Silence
Bloody Silence“ (origineller Titel auch…), das mit tollen
Melodien und Bangerqualitäten zu überzeugen weiß.
Die alten Thrasheinflüsse sind am ehesten bei „Grub For
The Gulls“ herauszuhören, das ruhig beginnt, doch dann
in feinstem Thrash explodiert, dazu mit schönen Melodien versehen
ist und noch ein wenig Slayers „Raining Blood“ kopiert.
Nicht so gelungen erscheinen mir dagegen die „Ballade“
„While Heaven Cried“, da sie doch ein wenig uninspiriert
dahinplätschert, sowie das Titelstück „Autumn’s
Fall“, das an sich nicht schlecht ist, aber durch die verstimmt
klingenden Gitarrenharmonien am Anfang an Stärke einbüßt.
Ein weiterer kleiner Kritikpunkt ist die Stimme von Sänger Frank
Urschler, dessen Blackmetalgekreische zwar ganz gut zur Musik passt,
aber halt nichts wirklich Besonderes ist, was bei den Massen an Melo-Death-Combos
für den gewissen Wiedererkennungswert schon wünschenswert
gewesen wäre. Was gibt es noch zu erwähnen? Die CD hat ein
ultra-schickes Cover, dazu ein Booklet mit sämtlichen Texten
(was nicht immer selbstverständlich ist) und hat der Band dazu
verholfen mit so illustren Bands wie Dismember, Grave oder Tankard
die Bühne zu teilen. Wenn das mal nichts ist… METAL
INSIDE
| BITTERNESS
haben endlich einen Deal an Land ziehen können und bringen „Autumn’s
Fall“ beim rührigen Heavy Horses Records heraus. Gratulation!
Verdient haben es die Mannen um Frank Urschler allemal, angesichts
der Qualität ihrer bisherigen Veröffentlichungen. Mittlerweile
sind BITTERNESS eine routinierte Band geworden, die weiß, wie
man eine 1A Death/ Black-Scheibe einzimmert. Der Sound (wieder im
Iguana-Studio aufgenommen) ist fett und knallt erbarmungslos, die
Songs sind mitreißend und so abwechslungsreich, dass „Autumn’s
Fall“ einfach nicht langweilig wird. Neun Stücke finden
sich auf der CD, wobei das letzte eine Neuaufnahme von „Bitterness“
ist, das bislang nur auf dem „…And Death Marches On“-Demo
zu finden war. Wie gewohnt verschmelzen BITTERNESS melodischen Death
Metal und Black Metal, wobei sich einige Thrash-Zitate (gerade bei
den Gitarren) eingeschlichen haben. Klingt jetzt nicht sonderlich
neu, aber BITTERNESS haben schon auf ihren letzten Scheiben bewiesen,
dass sie eine der besseren Bands in diesen Genre sind, sei es beim
Black-Gesang oder den melodischen Gitarren, die die Songs zu Ohrwürmern
machen. Drummer Andreas ist mal wieder eine Bank und peitscht die
Band nach vorne, während Basser Sebastian streckenweise blass
bleibt. BITTERNESS scheuen auch vor klarem Gesang und ruhigeren Passagen
nicht zurück und geben dem Hörer die Gelegenheit zum Luftholen,
bevor es mit der nächsten Highspeed-Attacke weitergeht. Unterm
Strich ist „Autumn’s Fall“ ein verdammt gutes melodisches
Death/ Black-Album geworden, dass die Band als würdiges Labeldebüt
für sich verbuchen kann. (lh) POWERMETAL
| BITTERNESS
aus dem süddeutschen Raum spielen eine Mischung aus melodischem
Death und traditionellem Trash Metal und kommen nun mit dem vierten
Longplayer seit 2001 aus dem Quark. Die Band ist in diesen Hallen
keine unbekannte und hat ihre offensichtliche und erfreuliche Kreativität
nun erneut auf CD gebracht. "Autumn's Falls" enthält
neun Stücke mit vierzig Minuten Spielzeit, die alle ordentlich
krachen. Ich bin zwar kein riesiger Freund von allzu aggressiven Vocals,
aber Sänger und Saitenhexer Frank Urschler "haucht"
den Tracks den passenden Geist ein. Erfreulicherweise wird nicht nur
drauflos gebolzt, sondern kleine Breaks und Tempo-Wechsel (z.B. bei
'Grub For The Gulls') lockern die Tracks immer wieder ein wenig auf
und erhalten so – zumindest aus meiner Sicht – langfristig
die Spannung aufrecht. Der Umstand, dass BITTERNESS bereits mit Bands
wie TANKARD, HOLY MOSES, NIGHT IN GALES oder BELPHEGOR zusammen gespielt
hat, zeigt deutlich, wie wandelbar und variabel der Sound von BITTERNESS
ist. 'While Heaven Cried', das ungefähr in der Mitte des Albums
steht, fängt zwar etwas verhaltener an, steigert sich aber im
Verlauf und knallt zum Ende hin dann doch noch. 'Silence Bloody Silence'
ist dann auch alles andere als still, sondern ein Hochgeschwindigkeitszug,
der alles mit sich reißt und schlicht Laune macht. Abschließend
wurde noch der Song 'Bitterness' vom 2001er Debüt-Output "...
And Death Marches On" re-recorded und so ein mehr als würdiger
Rausschmeißer gefunden. BITTERNESS haben mich überzeugt
... Die ansehnliche Cover-Gestaltung
sowie die durchweg gute Produktion, bei der mir besonders der satte
und differenzierte Bass-Sound gefällt, runden ein gutes Album
ab, das sowohl Death- und Trash-Metal-Maniacs als auch vielen eher
dem Power Metal zugeneigten Torfnasen wie mir gleichermaßen
gefallen sollte. Mehr (u. a. Hörproben) wie immer im Netz auf
der Bandpage.Anspieltipps: Blackened Domains, While Heaven Cried,
Silence Bloody Silence (Martin Stark)
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Autumn's Fall
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