| REVIEWS |
Amboss - Blooddawn
- Bright Eyes - Dronevil - Metal
Age - Metal Dungeon - Metal Inside
- My Revelations - Powermetal
- Rock Hard |
|
AMBOSS
| Vor
acht Jahren gegründet, liefert der Deutsch-Schweizer Verbund
anno 2005 sein Debütalbum ab. Mit "Inferno" haben Unlight
ein kompromissloses Black Metal Album mit Thrash Anleihen hingelegt.
Schön aggressiv gehen die Songs mit meist viel Tempo voran und
beschwören das satanisch Böse herbei. Aber auch mit langsamen
Passagen können Unlight gut umgehen, wie man im dritten Track,
"A Splendiz Blaze Of Angelwings" beweist. Die Vocals sind
Black Metal-typisch gehalten und dafür zudem noch recht angenehm.
Alles zusammen ergibt ein musikalisch gelungenes und abwechslungsreiches
Black Metal Album mit Thrash Einschlägen, das sich auch vor skandinavischer
Konkurrenz nicht zu verstecken braucht. Mit den interessanten Songs
und der sauberen Produktion haben Unlight gute Aussichten auf einen
erfolgreichen Werdegang. (eller) BLOODDAWN
| Es
ist immer schön, dass es noch edle, schwarzmetallische Veröffentlichungen
aus heimischen Gefilden gibt. Denn Baden-Württemberg ist nicht
gerade die Hochburg von hochkarätigen BM-Bands, fallen mir doch
lediglich AASKEREIA, MONDWOLF, ATRAS CINERIS und evtl. noch TAUNUSHEIM
ein. Mit ihrem neuesten Inferno "Inferno" hat die mittlerweile
acht Jahre alte Horde einen riesigen Schritt nach vorne gemacht. Produktionstechnisch
wie musikalisch muss sich "Inferno" hinter keinen großen
Szeneveteranen verstecken. "Luzifer's Tag ist gekommen"
eröffnet uns der erste Titel und Sekunden später findet
man sich wieder im schwarzen Niemansland. Herrlich abwechslungsreich
finden sich auf der Scheibe verteilt extrem eingängige Refrains,
heftigste Blastattacken die schleppenden Walzpassagen die Hand reichen
und ab und an ein verhältnismäßig melodisches, stakkatoartiges
Thrash Metal Riff. Auch sonst arbeitet man stückweise mit Black
Metal untypischen Rhythmen die in die Songstruktur einfließen.
Die lyrische Ausarbeitung von "Inferno" ist durchgehend
satanischer Natur, unterstreichen doch Titel wie "I Believe In
Satan" oder "Conquer Heaven" die schwarze Marschrichtung.
BRIGHT
EYES
| Die
lichtscheuen, geschminkten Burschen hacken auf „Inferno”
beim Opener „Inferno“ gleich ordentlich ins Mett, um auch
bei den folgenden Nummern immer nur vorübergehend den Fuß
vom Gaspedal zu nehmen. Heftige Black Metal-Raserei ist also angesagt
und erinnert an die Frühphase von Marduk. UNLIGHT reichern ihre
Nummern im Gegensatz dazu aber immer wieder mit zahlreichen Thrash-Parts
an, wie bei „Possessed“ oder „Conquer Heaven...
Conquer Earth“. „I Believe In Satan“ ist sogar auf
einem sehr geilen Thrash-Riff aufgebaut, das wie ein frühes Sodom-Riff,
nur schneller und sauberer gespielt, klingt (dezentes Immortal-Gedenkgeriffe
a la „Blashyrk“ ist auch am Start). Die alles vernichtende
„Fuck You“-Attitüde von Endstille fehlt den Burschen,
aber ein solides Satanic Black Metal-Scheibchen hat die Schweizerisch-/Deutsche
Formation da abgeliefert. Auf diesem unheiligen Fundament lässt
sich aufbauen. (Oliver Vollmer / 9 von 13 Punkten)
DRONEVIL
| Wer
mit Unlight auf eine Neuerfindung des Black Metal hofft wird hier
wohl ein wenig enttäuscht. Aber was hat neumodischer Schnickschnack
auch im Black Metal zu suchen. Nach Ansicht der Band wohl sehr wenig,
denn mit ihrem dritten Album “Inferno“ wird ein genau
solches zelebriert. Bei neun verdammt aggressiven Songs wissen Unlight
mit altbewährten Tugenden des Genres durchaus zu überzeugen.
Der Aggressionsfaktor ist stets sehr hoch und schlägt sich durch
das rasende und druckvoll produzierte Drumming, fliegende Gitarren
und dem fiesen Kreischgesang nieder. Songtitel wie “Conquer
Heaven...Conquer Earth“ oder “Fukked By The Devil“
lassen nun mal nichts anderes als puren Black Metal zu und das ist,
in diesem Fall, auch gut so. Das gute Gespür dafür immer
mal wieder düstere Harmonien einzustreuen macht “Inferno“
alles in allem doch recht schmackhaft und mit leichten Tendenzen in
Richtung Marduk zu einem interessanten Album. Wem also neumodischer
Black Metal auf den Zwirn geht und sich lieber mit der etwas traditionelleren
Variante auseinandersetzen will, dem kann man zu Unlight nur raten.
(Rühl2.0 / 7 von 10 Punkten)
METAL AGE
| Vergesst deutsche Black
Metal Truppen wie Endstille, Zorn, Negator, Dark Fortress oder Pestnebel:
UNLIGHT schaffen es mit ihrer 3. Scheibe „Inferno“ doch
glatt, sich an all diesen Bands vorbei zu schieben und den Thron erst
einmal für sich zu beanspruchen! Es ist der pure Wahnsinn, was
die vier weiss getünchten Bastarde hier für ein Feuerwerk
abbrennen: Hier prallen METAL
DUNGEON
| Infernalischer Black Metal
dürfte in zerlaufener Schrift auf dem zefertzten Kriegsbanner
der vierköpfigen Horde aus dem Süddeutschen und der Schweiz
stehen. Das Unlight dabei jegliche Black Metal – Klischees bedienen
ist unüberseh- und hörbar und auch so gewollt. Abgesehen
davon würgt das Quartett aber 9 durch die Bank solide schwarze
Klumpen aus, die im Black Metal Untergrund sehr gut bestehen können.
Der geneigte Hörer fühlt sich streckenweise an Größen
wie Marduk und Dark Funeral errinnert, obwohl Unlight durchaus Abwechslung
und Eigenständigkeit besonders in den langsameren Passagen erzeugen. METAL
INSIDE
| Brennende
Kirche auf dem Cover, geschminkte Typen auf der Rückseite, Songtitel
wie “I Believe In Satan” – da kommen mir MARDUK,
Langeweile, frost-bitten grimness und Kloschüssel-Produktion
in den Sinn. Gottseidank zeigen UNLIGHT aus dem deutsch-schweizer
Grenzgebiet, dass man satanischen Schmink-Black nicht nur in einer
knallenden Produktion transportieren, sondern auch noch musikalisch
überzeugen kann. Klar ist „Inferno“ nicht die Neu-Erfindung
des Rads, aber innerhalb der Genregrenzen eine gute Scheibe. Prügelpassagen
(„Inferno“) wechseln sich mit melodischen Parts ab, Sänger
Blaspherion (hihi) variiert sein Gekreische ganz ordentlich und gehört
zum oberen Drittel der BM-Schreihälse, die mir so untergekommen
sind. Überhaupt sind UNLIGHT um Abwechslung bemüht und verzichten
auf langweilige HighSpeed-Passagen oder MARDUK’sche Gleichförmigkeit.
„Inferno“ wird dadurch zu einer gelungenen Schwarzmetalplatte,
die UNLIGHT durchaus zu einer festen Größe in der Szene
machen könnte. Verdient hätten sie es allemal. Trotz Klischee-Cover
und ebensolchem Bandfoto. Aber das ist Black Metal, das gehört
dazu. Oder? (lh) MY
REVELATIONS
| Those of the UNLIGHT rekrutieren in ihren Reihen unheilige
Schergen aus Deutschland und der Schweiz, wurden 1997 gegründet
und hauen mit "Inferno" nach zwei Mini-CDs ihre erste Full-Length-Scheibe
raus. POWERMETAL | "Luzifers Tag ist gekommen"! Mit diesen Worten beginnt "Inferno" der Band UNLIGHT, die mit diesen einleitenden Worten eine sehr geile Mischung aus melodischem Death Metal, dezenten Thrash-Anleihen und haufenweise schwarzer Kunst vorlegen. Gleich der titelgebende Opener bricht massiv Knochen und geht in etwa als Mischung aus SATYRICON (das Dunkle), AMON AMARTH (das Majestätische) und DISSECTION (beides) durch. Die Herrn Blaspherion, Necron, Tartaros und Lord Grond verstehen dabei ihr Handwerk blind, agieren präzise wie ein Uhrwerk und nageln in jedem Geschwindigkeitsbereich mit dem Presslufthammer durch die Hirnrinde. Besonders der Opener und das folgende 'Possessed' wissen mitzureißen, wobei zweiter Track im Mittelteil in eine fast hymnische Interlude kippt, zu der man prächtig die Fäuste recken kann, um sämtlichen ortsansässigen Engeln eine infernalische Pest an den Arsch zu wünschen. Meine Fresse, ist diese Achterbahnfahrt aus killenden Blasts, treibender Todeskost und mächtigen Klampfenhooks geil!'A Splendid Blaze Of Angelwings' (hahaha) walzt erhaben über die Toten hinweg, während im Hintergrund Beschwörungsformeln gewispert werden, bis auch die letzte leblose Hülle das knöchrige Gestell in Gang bringt, um es in einem tosenden Schwall aus berstender Wut in der Endgültigkeit der Finsternis verschwinden zu lassen. Dieser Song steht wie ein Eisberg, Unfassbar, unnahbar, eiskalt, vernichtend! Das nenne ich musikalische Dominanz. Mannomann, die Jungs kommen auch noch aus unserer Ecke. Die deutsch-schweizerische Kollaboration wird wohl noch von sich reden machen. Mit solch starken Hämmern wie dem zeitweise megamelodischen 'Impale The Nazarane', dem anfangs leicht SLAYER-mäßigen 'Conquer Heaven ... Conquer Earth', dem eispickelharten 'Fukked By The Devil' (immens starke Planierraupe, die sämtliche Konkurrenz kalt lächelnd in den Abgrund kickt), der Blastbeat-Hymne 'I Believe In Satan' oder dem völlig entfesselten Abschlusszweier 'Adherents Of The Dying Sun' und 'Pure Angelblood' lassen sich die Massen mit Sicherheit mit Leichtigkeit gewinnen. Ich bin begeistert. In der todesmetallisch schwarz gestrichenen Thrash-Grauzone gibt´s meiner Meinung nach nicht viele Bands, die es besser können. UNLIGHT können mit den ganz Großen locker mithalten. Ich bin jetzt schon ganz geil auf Gigs des Vierers. Oh yeah, conquer heaven ... conquer earth!!! Anspieltipps: Scheißegal, da alles
extrem hochwertig ist! Shuffle on ... (Alex Straka)
ROCK
HARD | Black
Metal straight in your face! Die deutsch – schweizerische Formation
liefert ein blitzsauber, klar und druckvoll produziertes Genrealbum
ab, das stilistische Experimente scheut wie der Teufel das Weihwasser.
Wobei der Unterbau einiger der neun Songs recht Thrash-lastig ist.
Ansonsten knüppelt der Vierer straight geradeaus und setzt mehr
auf Aggression als auf Atmosphäre, vergisst dabei aber nie, das
Songmaterial durch ein Mindestmaß an Tempowechseln aufzulockern.
Mit Sänger/Gitarrist Blaspherion hat man zudem einen gekonnt
Gift und Galle speienden Frontmann in seinen Reihen.
|



| << | ||||||||||||||||||||||
|
Inferno
|
||||||||||||||||||||||